Personal Trainer und Bodybuilder setzt auf das Studium an der Deutschen Hochschule
2009 war für den Diplom-Fitnessökonom Markus Kemper ein Erfolgsjahr: Zuerst konnte er bei den Fränkischen Meisterschaften den Titel holen, dann erreichte er den 2. Platz bei den Int. NRW-Landesmeisterschaften. Und kurze Zeit später gelang ihm in einem starken Feld mit dem 6. Platz eine ausgezeichnete Platzierung bei den Dt. Meisterschaften im Classic Bodybuilding. So ambitioniert wie er sein eigenes Training und seine Wettkampfvorbereitung angeht, genauso viel Energie hat er in seine berufliche Zukunft und in sein Studium zum Diplom-Fitnessökonom gesteckt. Markus Kemper schloss sein duales Studium, das eine betriebliche Ausbildung mit dem Fernstudium und kompakten Präsenzphasen verbindet, noch bei der BSA-Privaten Berufsakademie, dem Vorgänger der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement ab. Während seines Studiums zum Diplom-Fitnessökonom konnte er u. a. Erfahrung als Dozent sammeln, indem er Bewegungs- und Ernährungsunterricht an einer Grundschule gab. Heute ist er als Cheftrainer, gesamtsportlicher Leiter und Personal Trainer im „Physio Sport“ in Goch-Pfalzdorf bei Kleve tätig, seinem ehemaligen Ausbildungsbetrieb.
Wie beurteilt Markus Kemper seine Studienentscheidung heute?
Das Studium zum Diplom-Fitnessökonom kann Markus Kemper allen, die ambitioniert trainieren und im Fitnessbereich tätig werden möchten, nur empfehlen: „Viele haben unheimliches Talent. Was oft fehlt ist eine fundierte und anerkannte Qualifikation auf hohem Niveau. Das Studium an der Hochschule kann ich da definitiv empfehlen. Hier erfährt man, was hinter den Mythen und Halbwahrheiten wirklich steckt, die in unserer Branche kursieren. Mit dem Fachwissen aus dem Studium ist man ein echter Experte in Fitnessfragen. Das ist für den eigenen Trainingserfolg genauso wichtig wie für eine Karriere im Fitnessbereich.“
Was gab damals den Ausschlag für das Studium?
„Ich wollte schon immer etwas mit Sport machen“, so Markus Kemper im Rückblick. „Ein Sportstudium kam für mich aber nicht in Frage, da ich mir eine berufliche Zukunft als Sportlehrer an einer Schule nicht vorstellen konnte. Andererseits war mir klar, dass ich unbedingt einen anerkannten Abschluss auf hohem Niveau haben wollte. Eine B-Lizenz wäre ein guter Einstieg für eine nebenberufliche Tätigkeit gewesen, ich war jedoch auf der Suche nach mehr. Ich wollte unbedingt eine umfassende Ausbildung, vielleicht sogar einen anerkannten Studienabschluss an einer Hochschule oder Berufsakademie. Da ich keine Alternative zum Sportstudium kannte, entschied ich mich für eine fundierte Ausbildung zum „Web-Designer“.
Wie denn daraus ein Studium zum Diplom-Fitnessökonom wurde? „Das ist schon eine ganz besondere Geschichte“, erinnert sich der Diplom-Fitnessökonom. Zu dieser Zeit habe ich bereits seit zwei bis drei Jahren regelmäßig und intensiv im „Physio Sport“ trainiert. Peter Kappeller, der Inhaber des Studios, trug sich damals mit dem Gedanken, einen Diplom-Fitnessökonom auszubilden. Er hat er sich unter seinen Stammkunden umgesehen, ob da nicht jemand Passendes dabei wäre. Ich wurde damals von meinem späteren Ausbildungsleiter und jetzigen Chef auf das Studium aufmerksam gemacht und als Azubi und Mitarbeiter „akquiriert“. Eine tolle Sache, gerade weil ich bis dato noch gar nichts von dieser Studienmöglichkeit gehört hatte. Den Ausschlag zu meinen Gunsten gab u. a. die Tatsache, dass ich selbst sehr fit war, ordentlich Biss und großes Interesse am Fitnessbereich hatte. Was mir fehlte, war eine einschlägige Ausbildung. Dafür war dann das Studium genau das Richtige.“
Bewegungs- und Ernährungsunterricht in der Grundschule
Sein Know-how aus dem Studium konnte er dabei nicht nur im Studiobereich ein: „Ich hatte die Möglichkeit, ein Jahr lang an der St. Markus Grundschule (3. und 4. Klasse) Bewegungs- und Ernährungsunterricht zu gegeben. Und das, wo ich mir früher nicht im Entferntesten hätte vorstellen können, in einer Schule zu arbeiten. Die Schulleiterin der Grundschule trainiert bei uns im Studio. Als sie hörte, dass ich eine Weiterbildung zum „Ernährungsberater“ habe und ein anerkanntes Studium zum Diplom-Fitnessökonom, kamen wir ins Gespräch. Wir unterhielten uns darüber, wie wichtig Ernährung und Bewegung gerade in der heutigen Zeit sind. Übergewicht ist bei immer jüngeren Kindern ein Thema. Was oftmals damit zusammenhängt, dass ihnen bzw. ihren Erziehungsberechtigten das nötige Hintergrundwissen sowie ausreichende Bewegung fehlt.“
„Im Laufe des Gesprächs entschlossen wir uns ein Konzept zu entwickeln, welches den Kindern Hintergrundwissen in Bezug auf Ernährung sowie die Freude an Bewegung vermitteln soll. Gesagt, getan!“ Aufgrund seiner sportlichen Statur konnte der Diplom-Fitnessökonom „gerade bei den Jungs sehr gut punkten, aber auch die Mädchen zeigten großes Interesse an Fitness und mehr Bewegung. Es machte mir großen Spaß, die Kinder vom Thema Ernährung zu begeistern und sie zum Sport zu motivieren. Wie mir die Schulleiterin erzählte, gelang das selbst bei den übergewichtigen Schülern, die sonst oft keine Lust auf sportliche Betätigung hatten.“
„Leider konnte ich das Projekt, das mir großen Spaß gemacht hat, aus Zeitgründen nicht fortsetzen. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, etwas in der Art wieder in Angriff zu nehmen. Diesmal dann vielleicht mit Kinder bzw. Jugendlichen der Klassen 5-13.“
Was sagt er zur Möglichkeit, sich BSA-Urkunden ausstellen zu lassen?
Studierende und Absolventen der Deutschen Hochschule und der BSA-Privaten Berufsakademie können sich je nach Studiengang verschiedene Urkunden der BSA-Akademie ausstellen lassen. Für Markus Kemper eine tolle Sache: „Ich habe mir alle Urkunden, die möglich waren, ausstellen lassen. Gerade in einem ersten Gespräch mit Interessenten und Kunden hat man nicht immer die Chance ausführlich zu erklären, welche Qualität hinter dem Studienabschluss steckt. Da sind zusätzliche Urkunden im Trainingsbereich ein gutes Argument. Außerdem habe ich den BSA-Lehrgang „Leistungssport Body-Trainer“ gemacht, weil ich mich hier mit einschlägigem Know-how zum leistungsorientierten Training versorgen konnte. Nicht nur für meine eigene Wettkampfvorbereitung. Denn ich betreue auch ein paar sehr vielversprechende Nachwuchs-Bodybuilder, von denen zwei gerade bei der Deutschen Newcomer Meisterschaft (IFBB) den 2. und 3. Platz erreicht haben.“
Was kommt als Nächstes?
„Bei den Wettkämpfen werde ich mir wohl eine kurze Auszeit gönnen. Das liegt vor allem daran, dass ich um schnell Erfolge in der Klasse „Männer IV“ zu erzielen, mit über 1,80 m einfach zu groß bin. Und um in der Klasse „Männer V“ zu starten, muss ich vorher das Training langfristig so anlegen, das ich stark an Gewicht und Masse aufstocken kann. Das geht einfach nicht von heute auf morgen. Langfristig würde ich aber schon gerne in der Schwergewichtsklasse antreten.“
Und wie sieht es beruflich aus? „Im Physio Sport gefällt es mir unheimlich gut. Wir sind ein super Team und mit Peter Kappeller zu arbeiten macht einfach großen Spaß. Ich bin ja in fast allen Bereichen eingesetzt: Leitung der Trainingsfläche, Leitung des Bistros, Personaltraining, Ernährungsberatung, Kurse, usw. Langfristig könnte ich mir vorstellen, zusätzlich auch als Dozent tätig zu werden. Und natürlich möchte ich weiterhin andere Sportler wie z. B. den Marathonläufer, den ich gerade betreue, bei ihrer Vorbereitung auf Wettkämpfe unterstützen.“
„Als Nächstes werde ich mir erst einmal das „BSA-Personal-Trainer-Zertifikat“ ausstellen lassen, dass man anfordern kann, wenn man genügend BSA-Lehrgänge bestanden hat. Personal Training gebe ich ja bereits, jetzt kann ich auch hier meine Kompetenzen mit einem einschlägigen Zertifikat untermauern.“
Physio-Sport in Goch-Pfalzdorf:
Das Physio Sport, das 1999 vom Physiotherapeuten Peter Kappeller eröffnet wurde, umfasst 1.500 qm. Die Bereiche im Überblick: Trainingsfläche, Cardiobereich, Wellnessbereich inkl. Sauna und Solarien, Kinderbetreuung, Spinningraum, Kursraum und separater Trainingsbereich nur für weibliche Kunden. Im Kursbereich finden u. a. statt: Spinning, BodyPump, BodyCombat, Hot Iron, Body Intervall, Step, BOP und Body Dance. Auf der Trainingsfläche werden folgende Leistungen angeboten: Muskelaufbau, Reha/Sportphysiotherapie, Prävention, Rückenschule, Herz- und Kreislauftraining, Gewichtsreduktion, Senioren- und Juniorentraining. Weitere Informationen erhalten Sie unter http://www.sport-physio.de.
Hochschulstudium zum „Bachelor für Fitnessökonomie“:
Aus dem dreijährigen Studium zum „Diplom-Fitnessökonom“ wurde durch die Akkreditierung aller Studiengänge der BSA-Privaten Berufsakademie im Jahre 2006 das europaweit anerkannte Studium zum „Bachelor in Fitnessökonomie“. Aufgrund der institutionellen Akkreditierung der Berufsakademie zur staatlich anerkannten Hochschule im Jahr 2008 schließen die Studierenden heute mit einem akademischen Grad und dem Hochschulstudienabschluss als „Bachelor of Arts“ in ihrer jeweiligen Studienrichtung ab. Dabei verbindet das duale Hochschulstudium an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (http://www.dhfpg.de) eine betriebliche Ausbildung mit einem wissenschaftlichen Fernstudium und kompakten Präsenzphasen an Studienzentren in Deutschland (bundesweit), Österreich und der Schweiz. Das Studium zum „Bachelor in Fitnessökonomie“ qualifiziert die Studierenden zu Managern, die Fitness- und Freizeitunternehmen auf strategischer und operativer Ebene kaufmännisch leiten, für die Mitarbeiterführung sowie für die Konzeption und die Umsetzung der Fitnessprogramme zuständig sind. „Beruflich besonders qualifizierte Personen“ können auch ohne Abitur/Fachhochschulreife zum Studium zugelassen werden. Eine Förderung des Studiums durch BAföG kann beantragt werden. Im Anschluss an ein Bachelor-/Diplom-Studium ist an der Hochschule ein Studium zum „Master in Gesundheitsmanagement“ möglich.