
Fachkongress vom 23.-24. April 2010 in Essen
Vom 23.-24. April 2010 findet wieder der GETUP-Kongress, der Fachkongress für die Zukunftsbranche Prävention, Fitness und Gesundheit in Essen statt.
Neben dem Programmpunkt am ersten Kongresspunkt „Change Management – Veränderungen erfolgreich gestalten“ stehen am zweiten Kongresstag wiederum die Fachforen Bewegung, Ernährung und Management auf dem Kongressprogramm.
Im Forum Bewegung, das in diesem Jahr das Thema „forschungsbasierte Trainingsgestaltung im Fitness-Studio“ behandeln wird, werden Christoph Eifler, Dr. Jens Ebing und Dr. Sven Fikenzer referieren. Moderator ist Arne Morsch, ebenfalls Dozent der BSA-Akademie und Deutschen Hochschule.
Die Vorträge im Überblick:
Intensitätssteuerung im Fitnesskrafttraining – Erste Ergebnisse eines Forschungsprojektes der DHfPG – Vortrag von Diplom-Sportlehrer Christoph Eifler
In der sportwissenschaftlichen Literatur werden seit fast drei Jahrzehnten unter-schiedliche Krafttrainingsmethoden propagiert, denen jeweils klar definierte Belastungsparameter zugeordnet sind. Allein diese Methodenvielfalt führt zu einem fast unüberschaubaren Spektrum an Handlungsempfehlungen für die Trainingspraxis. In diesem Kontext stellt die richtige Belastungsintensität eine der bedeutendsten Orientierungsgrößen im Krafttraining dar. In der Literatur sind zu diesem Thema sehr unterschiedliche und zum Teil sehr kontroverse Aussagen zu finden. Ein zurzeit laufendes Forschungsprojekt der DHfPG überprüft empirisch die Effekte verschiedener Ansätze zur Intensitätssteuerung im Fitnesskrafttraining. Diese Krafttrainingsstudie verläuft jedoch nicht unter künstlich konstruierten Laborbedingungen, sondern im realen Rahmen des üblichen Krafttrainings im Fitness-Studio (Feldtest). In diesem Vortrag werden erste Ergebnisse dieses laufenden Forschungsprojektes präsentiert.
Ist Vibrationstraining gleich Vibrationstraining? Trainingsstudie zur Wirksamkeit ausgewählten Vibrationstrainingsgeräte – Vortrag von Dr. Jens Ebing
Der Einsatz von Vibrationstraining im Breiten- und Leistungssport sowie im Präventions- und Rehabilitationssport zählt zu den jüngsten, viel versprechenden Trainings- oder Therapiemethoden. Hinsichtlich der Konstruktion und Konzeption weichen die Trainingsgeräte partiell voneinander ab und man unterscheidet zwei Arten, Platte oder Wippe.
Im Vortrag wird eine an der Charité Berlin durchgeführte Trainingsstudie vorgestellt. Hier wurden diese unterschiedlichen Wirkprinzipien (Power Plate versus Galileo) hinsichtlich der intendierten Effektstärken (Muskelmassezunahme, sportliche Leistungsfähigkeit) verglichen. Dies erfolgte unter standardisierten experimentellen Bedingungen und unter Einsatz modernster bildgebender Verfahren (Kernspintomographie)
Einfluss einer ß-Blockade auf die Ausdauerleistungsfähigkeit – Vortrag von Dr. Sven Fikenzer
Immer häufiger erreichen junge Menschen bereits in der zweiten Lebensdekade Blutdruckwerte der Hypertonie Stadium I (≥140/90 mmHg), bei der eine medikamentöse Behandlung zur Senkung des Blutdrucks in Betracht gezogen wird. Hypertonie ist eine dauernde Erhöhung des Blutdrucks im arteriellen System und ist direkt oder indirekt für eine Reihe von Organschäden und Gefäßschäden zuständig.
Ziel einer medikamentösen Hypertonietherapie ist daher die Blutdrucksenkung. Dabei fällt bei jungen Leuten die Wahl zumeist auf eine Monotherapie, unter anderem mit Betablockern(ß-Blockern). Für eine Hypertonietherapie mit ß-Blockern spielt dabei vor allem deren frequenz- und kontraktionskraftsenkende Wirkung in Ruhe eine wesentliche Rolle. Es stellt sich die Frage, inwiefern ß-Blocker die Leistungsfähigkeit von diesen jungen, zumeist sportlich aktiven Menschen beeinflussen. Literaturangaben diesbezüglich sind untereinander recht widersprüchlich, da zwischen den einzelnen motorischen Fähigkeiten unterschieden werden muss. Zusammenfassend konnte in neueren Untersuchungen gezeigt werden, dass kardioselektive ß-Blocker keinen Einfluss auf die Hämodynamik des Herzens in maximalen Belastungstests nehmen und im Zusammenhang mit gleichen VO2max-Werten, Laktatschwellen und Watt keine kardiale Leistungseinschränkung darstellen.
Der GETUP-Kongress in aller Kürze:
Der GETUP-Kongress, der am 23. und 24. April im Rahmen der FIBO in Essen stattfindet, bietet ein abwechslungsreiches Programm mit Fachvorträgen und Diskussionsrunden. An beiden Tagen können die Kongressteilnehmer ein interessantes Kongressprogramm mit einem Besuch der FIBO-Messehallen verbinden. Foren zu den Themenfeldern Bewegung, Ernährung und Management sind ebenso Teil des abwechslungsreichen Programms wie Best-Practice- Konzepte und der Themenblock „Change Management – Veränderungen erfolgreich gestalten“ mit anschließender Diskussion. Abgerundet wird der Kongress wieder durch ein umfangreiches Leistungspaket. Neben dem Kongresszugang ist u.a. der Zugang zur FIBO-Night, der Ausstellerparty am Freitag, im Eintrittspreis enthalten.
Weitere Informationen unter www.getup-kongress.de.